24. Mai 2017 Michaela Thewes

Ein Neuanfang und was mich mit Yvonne Catterfeld verbindet

Ich schreibe über einen Neuanfang und beginne mittendrin:
Seit der letzten Staffel von The Voice hab ich gemerkt wie ich von Folge zu Folge Yvonne Catterfeld immer mehr leiden mochte. Mit den früheren Songs und unter der Fuchtel von Dieter Bohlen hatte ich sie zugegebenermaßen eher in eine nicht so positive Schublade gesteckt. Aber jetzt wirkte sie auf mich mega authentisch, nett, zielstrebig und vor allem leidenschaftlich. Vielleicht ist es nur mein ganz persönlicher Eindruck, aber ich dachte sie mag das wirklich was sie da tut.

Hinzu kam das ihr neuer Song „Irgendwas“ mir wirklich aus der Seele spricht. Wenn ihr euch das Video dazu anschaut, haltet bitte im Hinterkopf dass ich mich vor ca. 1 1/2 Jahren genau so, aber haargenau so gefühlt habe.
Ich war gut gebucht, habe Hochzeiten sogar im Ausland fotografiert, habe ein Buch für einen bedeutenden Verlag produziert. Ich konnte gute Preise nehmen und hätte eigentlich glücklich sein sollen. War ich aber nicht.

 

„Sind auf der Suche nach Irgendwas, sind auf der Suche nach etwas Mehr.
Sind auf der Suche nach Irgendwas, nur was es ist kann keiner erklären.“

„Immer noch höher, wir müssen immer noch weiter.
Wir werden immer noch schneller, denn uns läuft langsam die Zeit ab.“

 

Ich konnte diesen ganzen Social Media Kram nicht mehr ab. Es waren mir zu viele Kanäle auf denen man kommunizieren konnte und irgendwie ja auch musste. Wenn du selbstständig bist, zumindest als Fotograf, bist du gezwungen mit Facebook & Co. zu arbeiten. Zumindest wenn du einen gewissen Bekanntheitsgrad erreichen möchtest. Immerhin kam tatsächlich der Großteil meiner Kunden über die sozialen Netzwerke. All das hat mir zu Anfangs einen riesen Spaß bereitet. Genauso wie die Fotografie mir schon immer einer riesen Freude bereitet hat.

Seit fast 9 Jahren bin ich nun selbstständig. Und vor knapp einem Jahr beschloss ich fast alles hinzuschmeissen. Ich fühlte keine Leidenschaft mehr für meinen Job. Keine Begeisterung. Es war nur noch Arbeit die erledigt werden musste. Die sozialen Netzwerke gingen mir immer mehr auf den Senkel.

Deswegen beschloss ich eine Auszeit zu nehmen und das war die beste Idee seit langem. Ich schloss die Arbeit an dem Buch ab, nahm nur noch ein, zwei kleinere Fotoaufträge an und verabschiedete mich aus den sozialen Netzwerken. Stattdessen nahm ich Bücher in die Hand und las sehr viel (eine gute Alternative übrigens zu Twitter, Facebook & Co.) dachte nach, grübelte was ich mit meinem Leben machen sollte. Genoss es am Wochenende einfach mal nichts zu tun.

Zum Jahreswechsel hin beschloss ich das „2017“ ein besseres Jahr werden müsste. Ich wollte wieder mehr ich selbst sein.

Das bedeutete: Weg von der alten Homepage die sich kaum von den Seiten anderer Fotografen unterschied. Sie war ausgerichtet auf die Business-Fotografie und auf Hochzeiten. Und dementsprechend seriös und clean kam sie auch rüber. Seriös bin ich auch weiterhin. Aber die neue Homepage zeigt einfach mehr von mir. Von meiner Persönlichkeit. Auch wenn ich damit vielleicht eine Nische betrete, so ist es mir inzwischen wichtiger geworden das meine Kunden mich buchen wegen meiner Fotos und meiner Persönlichkeit. Ich bin überzeugt davon dass die Ergebnisse besser werden, je mehr man auf einer Wellenlänge ist. Je mehr die Person vor der Kamera mir vertraut, desto eher kann sie sich fallen lassen und mir das geben was ich für gute Fotos brauche. Desto intensivere Bilder können entstehen…

Bis jetzt funktioniert das Projekt „Ich selbst sein“ sehr gut. Mehr als gut. Das Tollste daran: Ich liebe es wieder zu fotografieren! Das ist so ein Spaß. Auch dieser ganze Social Media Kram geht mir inzwischen leicht von der Hand und es ist spannend sich mit den Leuten auszutauschen und neue Menschen kennen zu lernen. Menschen die meine Arbeit schätzen, mit denen mich etwas verbindet. Sei es die Liebe zur Natur, zu den Tieren oder den Hang zum Kitsch aus den 20er, 30er Jahren. Es ist alles etwas persönlicher geworden und das ist gut so! Das war genau das was mir damals abhanden gekommen war. 

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